William Forsythe: Nowhere and Everywhere

Museum Folkwang

  • © Wonge Bergmann
    (c) Wonge Bergmann
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William Forsythe, der amerikanische Choreograf und Künstler, nutzt die Große Halle im von David Chipperfield entworfenen Neubau des Museum Folkwang erstmals in ihrer Gänze: Die Realisation von Nowhere and Everywhere at the Same Time No. 2 im Rahmen der Ruhrtriennale eröffnet ein völlig neues Kapitel in der Entwicklung dieses choreografischen Werks. Die ursprünglich für einen Solotänzer und 40 Pendel entwickelte Arbeit wurde zunächst in einem leer stehenden Gebäude am New Yorker High Line Park aufgeführt und daraufhin kontinuierlich weiterentwickelt, um verschiedensten Aufführungsorten gerecht zu werden, wie etwa der Turbine Hall in der Tate Modern mit seiner monumentalen Industriearchitektur oder dem historischen Schauplatz des Arsenals in Venedig im Rahmen der Biennale. Die neue Umsetzung bewahrt und beleuchtet zwei der Hauptinteressen von Forsythes Schaffen: den Kontrapunkt und die unbewusste choreografische Kompetenz, die sich aus choreografischen Situationen ergeben. Von einem automatisierten Gitter hängen über 400 Pendel herab, die in Bewegung versetzt werden, um einen fünfzehnteiligen Kontrapunkt aus verschiedenen Tempi, räumlichen Gegensätzen und Fliehkräften von wechselnder Intensität zu erschaffen, der dem Betrachter ein sich ständig wandelndes Labyrinth von großer Komplexität vor Augen führt. Die Zuschauer sind dazu eingeladen, diese unberechenbare Situation zu durchwandern, ohne die schwingenden Pendel zu berühren. Diese Herausforderung, die beim Besucher sein vorausschauendes räumliches Verständnis aktiviert und schärft, führt zu einer lebhaften Choreografie komplexer Ausweichstrategien.

In der interaktiven Videoarbeit City of Abstracts gerät der Besucher in einen Sog wirbelnder Formen, in dem er unerwartet selbst zum Akteur wird. Wie kein anderer prägt William Forsythe den zeitgenössischen Tanz. Seine Arbeiten haben die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert. Zu seiner künstlerischen Praxis gehören auch Performance-, Film- und Installationsarbeiten, choreografische Objekte und internetbasierte Wissensentwicklung.

Aus seinen Lectures from Improvisation Technologies – eine Sammlung von insgesamt 60 Filmstudien, in denen die wichtigsten Prinzipien seiner Bewegungssprache und seiner Improvisationskunst enthalten sind – stellt William Forsythe im Museum Folkwang eine Auswahl vor; dazu zeigt die Ausstellung den Film Solo – eine seltene Gelegenheit, Forsythe selbst als Tänzer zu sehen.


Technische Konzeption und Realisation —
Max Schubert
Konstruktion und Steuerung —
Christian Schubert
Programmierung —
Sven Thöne
Producer —
Julian Gabriel Richter

Vorstellungen

Spielstätte
Premiere
— 24. August 2013
Weitere Termine
— 25. 27. 28. 29. 30. 31. August 1. 3. 4. 5. 6. 7. 8. September
Dauer
— Die Installation ist während der regulären Museumsöffnungszeiten geöffnet Dienstag - Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag 10.00 - 22.30
Kleinkinder nur in Begleitung von Erwachsenen
Tickets
— 8 €
Ermäßigungen ab 5,00 €
August
  • Sa24Aug
    13.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 24. August 2013 um 13.00 Uhr
  • So25Aug
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 25. August 2013 um 10.00 Uhr
  • Di27Aug
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 27. August 2013 um 10.00 Uhr
  • Mi28Aug
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 28. August 2013 um 10.00 Uhr
  • Do29Aug
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 29. August 2013 um 10.00 Uhr
  • Fr30Aug
    10.00 - 22.30
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 30. August 2013 um 10.00 Uhr
  • Sa31Aug
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 31. August 2013 um 10.00 Uhr
September
  • So 1Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 1. September 2013 um 10.00 Uhr
  • Di 3Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 3. September 2013 um 10.00 Uhr
  • Mi 4Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 4. September 2013 um 10.00 Uhr
  • Do 5Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 5. September 2013 um 10.00 Uhr
  • Fr 6Sep
    10.00 - 22.30
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 6. September 2013 um 10.00 Uhr
  • Sa 7Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 7. September 2013 um 10.00 Uhr
  • So 8Sep
    10.00 - 18.00
    William Forsythe: Nowhere and Everywhere am 8. September 2013 um 10.00 Uhr

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Eine Koproduktion der Ruhrtriennale und der Forsythe Company in Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen.

Die Forsythe Company wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen. Sie ist Company-in-Residence in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden und im Bockenheimer Depot in Frankfurt am Main. Mit besonderem Dank an die ALTANA Kulturstiftung für die Unterstützung der Forsythe Company.