Spielzeit 26.08. - 09.10.
Love and Death

Love and Death

Iggy Pop, Tine Kindermann, Marc Ribot & Friends

Konzert
Musikalische Leitung
Dauer
2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Open-Air, überdacht


Er hebelt die pathetischen Gesten der Rockmusik aus, mit Authentizität, tiefer Stimme und nacktem Oberkörper. Iggy Pop - er ist der animalische Theatraliker des Pop, nicht im Sinne der kühl kalkulierten Inszenierungen eines David Bowie (der ihn übrigens immer wieder produzierte). Iggy Pop arbeitet sich mit seinen Songs und Shows auf den Spuren der großen Schmerzensmänner der Kunst ab, von Antonin Artaud bis Rudolf Schwarzkogler – auch in diesem Sinne kann man ihn getrost als einen Miterfinder des Punk bezeichnen. Seine Songs sind wie sein Auftritt – immer grundiert von einem direkten, aggressiv dunklen Witz. Der drahtige Performer spielt nicht nur als faszinierender Frontman seiner Band The Stooges, Iggy Pop gehört auch seit vielen Jahren zu den gefragtesten Filmschauspielern unter den Musikern des Rock. Seinen vielleicht schönsten Auftritt hatte er zusammen mit Tom Waits in Jim Jarmuschs Coffee and Cigarettes.

Schamlos schön nannte sie ihre erste Platte mit deutschen Volksliedern aus fünf Jahrhunderten. Die in New York lebende Tine Kindermann hat ihre Wurzeln in der bildenden Kunst und lässt sich in ihrer Malerei oft genug von deutschen Märchensammlungen der Romantik inspirieren. Ihre Ausgrabungen sieht sie als Erinnerungen an die Unschuld: »Es sind fast alles eher morbide Lieder, weil ich es schon als Kind immer am schönsten fand, wenn am Ende alle tot waren – die zwei Königskinder, der Wirtin Töchterlein und das Schwesterlein.« So pendelt dieser Century of Song-Abend zwischen fiebriger und lichter Direktheit, ein Konzert zwischen Liebe und Tod.


Die Reihe Century of Song ist eine Eigenproduktion der Ruhrtriennale.