Johan Simons schloss 1970 sein Studium an der Rotterdamer Tanzakademie als Tänzer ab. Nachdem er bei verschiedenen Musicals mitgewirkt hatte, ging er an die Schauspielschule in Maastricht, die er 1976 als Schauspieler abschloss. Er erhielt ein Engagement bei der Haagsche Comedie, einer der bedeutendsten Theatergruppen der Niederlande, wo er 1978 mit „Bravo“ seine erste Regie führte. 1979 war er Mitbegründer des Wespetheater, eines Schauspielerkollektivs, das sich vom Werktheater inspirieren ließ.

Die Schauspieler des Wespetheaters entwickelten eigene Inszenierungen, Traten in Kulturzentren auf, mit Stücken, die auf konkrete Ereignisse oder Umstände des jeweiligen Viertels eingingen.

Als das Wespetheater 1982 auseinander ging, gründete Johan Simons Het Regiotheater, dessen künstlerischer Leiter er wurde. Ziel, Arbeitsweise und Stil waren die gleichen wie beim Wespetheater. Die Stücke entstanden nicht mehr aus Improvisationen, sondern wurden von Autoren für das Theater geschrieben; der Schlagzeuger Paul Koek arbeitete bei einigen Produktionen als Musiker mit.

1985 schloss sich Het Regiotheater mit einer verwandten Theatergruppe zur Theatergroep Hollandia zusammen. Seit 1986 trat Paul Koek als Koregisseur auf, 1993 übernahm er zusammen mit Johan Simons die künstlerische Leitung.

Im Jahre 2001 schloss sich Theatergroep Hollandia mit Het Zuidelijk Toneel Eindhoven zu Zuidelijk Toneel Hollandia zusammen.

Für die RuhrTriennale 2003 entwickeln Paul Koek und Johan Simons das Projekt „Passato Sentimento. Recherche über die Erfindung des Gefühls“. Im Herbst 2002 kommen die Produktionen „Der Fall der der Götter“ und „Bakchen“ zur Aufführung.
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