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MoDeL

Richard Siegal

Tanz/Uraufführung

In „Model“ untersucht US-Choreograf Richard Siegal den menschlichen Körper aus unterschiedlichen Perspektiven. Als Referenzgröße für Identität, als fetischisiertes Objekt ökonomischer Strategien, als Schnittstelle vitaler Energien und als Projektionsfläche für das christliche Konzept der Sünde.

© (c) Ursula Kaufmann

Richard Siegals Arbeit „Metric Dozen“, die er 2014  für das Ballet National de Marseille entwickelte, markiert das Vorspiel für „Model“: Auf lediglich 20 Minuten verdichten sich abstrakte elektronische Klänge und radikale Bewegung zu einer intensiven Tour de Force: Ihrer Individualität beraubt, erscheinen die Tänzerkörper wie Reproduktionen einer übersättigten Bilderkultur, wie Klone einer künftigen Spezies, die das Menschliche längst überwunden hat. Oder rotieren hier sündige Seelen durch das ewige Feuer?

© (c) Ursula Kaufmann

Die Choreografie von „Model“ erarbeitet Siegal mit zeitgenössischen Tänzern sowie klassisch ausgebildeten Tänzern des Bayerischen Staatsballetts. Bereits bei seinen Arbeiten „unitxt“ und „In A Landscape“, die beide für das Bayerische Staatsballett entwickelt wurden, gelang es Siegal, klassische Strukturen zu dekonstruieren und in neue Formen zu übersetzen. Für „Model“ arbeitet Siegal erneut mit dem elektro-akustischen Komponisten Lorenzo Bianchi Hoesch zusammen, dessen radikale Klangwelt bereits „Metric Dozen“ zu einem eindrücklichen physischen Erlebnis machte.

Besetzung/ Mitwirkende