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Landschaftspark Duisburg-Nord

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Julian Röder

Das Stahlwerk im Duisburger Norden wurde 1902 von August Thyssen als ›Aktiengesellschaft für Hüttenbetrieb‹ gegründet und nahm 1903 mit drei Hochöfen die Produktion auf. Bis zum Jahr 1908 wurden fünf Hochöfen in Betrieb genommen. Außer dem Hüttenwerk gab es auf dem 200 ha großen Gelände noch eine Schachtanlage, eine Sinterei, eine Kokerei und eine Gießerei.

Kraftzentrale

Interior view of Kraftzentrale. © Thomas Berns

Die Gebläsehalle ist Teil des Dampfgebläsehauses, einem Gebäudekomplex aus der Gründungsphase des Werkes. Sie ist 50 Meter lang und 12,4 Meter breit. Noch heute befinden sich hier vier Elektroturbogebläse, mit denen Hochofenwind erzeugt wurde, der zur Erschmelzung des Roheisens notwendig war. Die neoromanischen Rundbogen-Fenster und die umlaufenden Ornamente unterhalb der Traufe weisen deutlich auf den historischrepräsentativen Baustil dieser Epoche hin. Das benachbarte Pumpenhaus lieferte Kühlwasser für die Hochöfen. In den 50er Jahren wurde der Komplex durch ein Kompressorenhaus ergänzt. Im Jahr 2002 wurde die Halle zu einem multifunktionalen Theater umgebaut.

Gebläsehalle

Innenansicht der gebläsehalle © Hermann und Clärchen Baus

Die Kraftzentrale entstand zwischen 1906 und 1911, als das Hüttenwerk von drei auf fünf Öfen erweitert wurde. Mit einer Länge von 170, einer Breite von 35 und einer Höhe von 20 Metern gehört sie zu den Industriehallen des Ruhrgebiets. Zehn gichtgasbetriebene Großgasmaschinen zum Antrieb von Dynamos zur Stromerzeugung und sechs Gasgebläse zur Hochofenwinderzeugung wurden hier betrieben, um das Werk und die benachbarte Werkssiedlung mit Strom zu versorgen. 1965 hat man die Maschinen stillgesetzt und anschließend verschrottet. Danach wurde die Halle bis Mitte der 80er Jahre als Ersatzteillager genutzt. 1997 schließlich konnte die Kraftzentrale nach einem nur siebenmonatigen Umbau als multifunktionaler Veranstaltungsort eröffnet werden.

Gießhalle

Aerial photography of casting bay and blast furnaces © Julian Röder