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Krzysztof Warlikowski

Krzysztof Warlikowski © Magda Hueckel

Krzysztof Warlikowski wurde 1962 in Stettin geboren und studierte Geschichte, Philosophie, Romanistik und Theaterwissenschaft in Krakau und an der Université de Sorbonne. Anschließend absolvierte er ein Regiestudium an der Staatlichen Schauspielschule Krakau. Dort lernte er u.a. bei Krystian Lupa, Giorgio Strehler, Ingmar Bergman und Peter Brook. Er gehört zu den einflussreichsten Regisseuren seiner Generation. Zusammen mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Małgorzata Szczęśniak kreiert er außergewöhnliche Theaterereignisse. Er hat mittlerweile mehr als fünfzig Schauspiel- und Opernaufführungen in Polen und weltweit inszeniert, in Israel, Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Sein künstlerisches Interesse gilt sowohl der griechischen Antike, als auch Shakespeare und moderner Dramatik. Jüngste Operninszenierungen waren „Eugen Onegin“, „Medea“, „Lulu“, „Alceste“, „Frau ohne Schatten“ und „Don Giovanni“ in Brüssel, Madrid und München.

Für seine besonderen Verdienste für Polen im In- und Ausland verlieh ihm der Außenminister Polens 2004 den französischen Titel Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres. Als weitere wichtige Preise sind der namenhafte Meyerhold Award (Moskau, 2008) sowie der Preis der Französischen Theaterkritik und der Golden Mask Award (2011) für die beste ausländische Performance in Russland zu nennen.

2008 gründete Warlikowski mit einigen Gefolgsleuten das Nowy Teatr in Warschau, dessen künstlerischer Leiter er seitdem ist. Bisher waren dort „(A)pollinia“ (2009), „Koniec“ (2010), „African Tales by Shakespeare“ (2011) und „Kabaret warszawski“ (2013) zu sehen.

In Deutschland war bereits in Bonn (2002) eine Adaption von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ zu sehen; die Produktion „Die Franzosen“ für die Ruhrtriennale 2015 wird allerdings eine vollständig neue Version und ein neuartiger Blick auf den legendären Roman sein.