Junge Kollaborationen

„Junge Kollaborationen“ ist ein Projekt für eine offene Form der kulturellen Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der Ruhrtriennale, jungen Menschen aus dem Ruhrgebiet, Künstlerinnen und Künstlern, Schulen und anderen Institutionen.

Das Ruhrgebiet hat eine mehr als 150-jährige und vielfältige Einwanderungsgeschichte, es hat eine der höchsten Armutsquoten des Landes und die meisten Flüchtlinge in Deutschland. Die Ruhrtriennale lädt alle Menschen ein, an einem der spannendsten europäischen Kunstfestivals teilzuhaben.

„Junge Kollaborationen“ stellt die Frage, wie diese Teilhabe mit jungen Menschen gelingen kann. Voraussetzung ist die Gleichwertigkeit aller Kollaborateure in Kommunikation, Planung und Durchführung von Projekten. Jeder Kollaborateur – ob Ruhrtriennale, Künstler oder Jugendlicher – bringt seine Geschichte, sein Wissen, sein Expertentum ein, ohne dass eine Wertung oder Hierarchisierung stattfindet. Ziel ist es, diese Beziehungen untereinander sichtbar zu machen: von der Verhandlung der Inhalte bis hin zur Präsentation der Prozesse und ihrer Ergebnisse in Aufführungen und Veröffentlichungen.

Die Projekte, Werkstätten und Aufführungen von „Junge Kollaborationen“ sind eine Einladung an das Publikum, ebenfalls zu Kollaborateuren zu werden.

Mit Ohne Alles

Millionen Millionen Millionen © Stephan Glagla

Mit Ohne Alles Rückblick 2015

Sie haben ihr erstes Projekt geplant und verwirklicht; sie haben auf der Bühne von PACT Zollverein „Millionen! Millionen! Millionen!“ präsentiert; sie haben ein Gastspiel an einer Schule und bei einer Preisverleihung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gegeben; sie haben Praktika bei der Ruhrtriennale gemacht; sie sind nach Frankfurt, Hannover, Oldenburg, London und in andere Städte gereist; sie haben auf Konferenzen und Tagungen gesprochen; sie haben Aufführungen gesehen, Museen besucht, Fußball gespielt, sich verliebt und sich wieder getrennt, diskutiert, gelacht, miteinander Zeit verbracht.

Mit Ohne Alles ist das künstlerische Nachwuchsproduktionsbüro der Ruhrtriennale.

Mit Ohne Alles 2016

Das nächste große Projekt steht an und die Planungen laufen seit September 2015:

Last year on September 27th  “Mit Ohne Alles” had finally met again to discuss their plans for 2016 after a great theater performance called “Millionen, Millionen, Millionen”, done with the artists of Mammalian Diving Reflex for the Ruhrtriennale 2015. We thought that it would be a good idea if we continued to work together for the coming year. We met on the 27th of September to talk about future plans. It was really an amazing moment, when the whole “Millionen, Millionen, Millionen”-family came back together and we shared our ideas. We had a walk around the installation by Atelier Van Lieshout on the square in front of the Jahrhunderthalle Bochum, because we are hoping to perform our ideas in this place. After going through all the necessary places that could be of use for us we all assembled to talk about our ideas. Among some of the plans were: dancing, writing and publishing, playing games, singing, creating a base camp and a lot more! But to me the most important aspect of it was planning to meet with people from different parts of the world who are also working with Mammalian Diving Reflex, like people from Canada and London. We want to combine our ideas and talents and create things together. These are some of the ideas for next year and we are all hoping to make most of it happen! Prince, 18 Jahre

Das Jahr begann mit einem dreiwöchigen Praktikum von Chris, der einen großen Teil der Zeit im Lager mitgearbeitet hat. Alle waren glücklich – die Techniker, der Praktikant, die Schule. Seit Februar und bis zum Juli kommt Mujtaba immer dienstags ins Büro und absolviert ein Praktikum im Rahmen seiner schulischen Ausbildung. Er hat seinen Arbeitsplatz im Büro der Dramaturgie, sucht Fotos für die Internetpräsentation heraus, geht mit zu Sitzungen mit dem Intendanten, macht Teilnehmerlisten usw. Prince schreibt an einem Buch über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland aus der Sicht eines Geflüchteten. Er führt Interviews und trifft Menschen im Ruhrgebiet und darüber hinaus. Mit Ohne Alles Mitglieder waren schon bei einigen Reisen dabei, Pascal sogar als offizielles Jurymitglied des Unartfestivals in Frankfurt im Februar. Sie waren in Ausstellungen und Aufführungen im Ruhrgebiet und haben Joep van Lieshout in seinem Atelier in Rotterdam besucht. Und das Jahr ist noch jung. Im Moment planen die Mitglieder Besuche an ihren Schulen, um dort ihr neues Projekt den LehrerInnen und MitschülerInnen vorzustellen. Den größten Teil des Frühlings und Frühsommers werden sie die konkrete Projektplanung für Teentalitarismus begleiten und vorantreiben. Es gibt viel zu tun!

Millionen Zweite Aufführung © Stephan Glagla

Gefördert durch die Stiftung Mercator.

Ein Projekt der Ruhrtriennale.