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(c) Atelier van Lieshout

SyMPoSIuM: DoMeSTIcATe Me

(c) Atelier van Lieshout

Gesprächsrunde „Zurück zur Natur“ im Rahmen des Symposiums “Domesticate me“

Gestresste Städter flüchten aufs Land, von Burnout bedrohte Multitasker sehnen sich nach einem Leben in Selbstversorgung und Einsamkeit. Ist das die wahre Utopie für die Zukunft? Oder Spinnerei? Die Energie, die wir zur Erhaltung unserer Lebensstandards benötigen, soll sauber gewonnen werden. Überhaupt – sei es im Hinblick auf Essen, Kleidung oder Lifestyle – streben wir ein ethisch einwandfreies Verhältnis zu unserer Umwelt an. Die Parole „Zurück zur Natur“ erscheint als herrschendes Paradigma der Gegenwart. Ist die Glücksformel für das 21. Jahrhundert aber damit formuliert oder gehen wir einem Werbeslogan auf den Leim? Wer domestiziert hier eigentlich wen? Welches Konzept von Natur steht hier in Frage? Und welche gute alte Zeit ist mit „zurück“ eigentlich gemeint? Die Deindustrialisierung in Europa geht scheinbar einher mit einem gesteigerten öffentlichen Bewusstsein für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Aber betrifft dieses Umdenken tatsächlich die gesamte Gesellschaft oder nur die Bildungselite? Was ist der Einzelne wirklich bereit, zum ökologischen Wandel beizusteuern? Wie viel Ökologie wollen, nicht: können, wir uns wirklich leisten? Im Rahmen der Ruhrtriennale thematisieren internationale Künstler ökologische und ökonomische Umbruchprozesse ihren Werken und treten selbst als Vordenker für neue Arbeits- und Lebensmodelle in Erscheinung. Aber welche Möglichkeiten hat die Kunst tatsächlich, Einfluss auf ein gesellschaftliches Bewusstsein zu nehmen?

Besetzung/ Mitwirkende

Mit - Joep van Lieshout, Ulrich Grober, Jürgen Trittin
Moderation - Anja Reinhardt