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THe REsT Is nOIse - EtAPPe 2 mOeRS

Eine gemeinsame Lesereihe der Ruhrtriennale mit dem Schauspiel Dortmund, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum, Schlosstheater Moers, Theater an der Ruhr, Theater Oberhausen sowie den Bochumer Symphonikern.

Etappe 2:
Unsichtbare – Amerikanische Komponisten von Ives bis Ellington
Netzestadt – Berlin in den Zwanzigern
Schoenberg und die Atonalität

In den 20er Jahren konnten klassische Komponisten zum ersten Mal in der Geschichte nicht mehr sicher sein, alleine die Gralshüter des musikalischen Fortschritts zu sein: Zunehmend waren es Amerikaner und Afroamerikaner, die Musik aus der Unterhaltungskultur heraus entwickelten – oftmals ohne den Schliff der Konservatoriumsausbildung. Der New Yorker Journalist Alex Ross zeigt in seinem Buch „The Rest is Noise“  die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive der Musik. In der zweiten Etappe der gleichnamigen Lesereise tauchen Persönlichkeiten wie Duke Ellington, Charles Ives, George Gershwin oder Louis Armstrong auf der musikalischen Bildfläche auf. In Deutschland brechen Komponisten wie Weill und Eisler zwischen den Weltkriegen den bürgerlichen Opernbetrieb auf und Arnold Schoenberg begründet die Zwölftonmusik.

Der Weltbestseller „The Rest is Noise“ des amerikanischen Musikkritikers Alex Ross nimmt uns mit auf eine große, pulsierende Reise in das vergangene Jahrhundert. Eine Reise in das Labyrinth der neuen Musik und ihrer Verbindungen zu den sozialen und politischen Umstürzen des 20. Jahrhunderts. Im Titel klingen die letzten Worte Hamlets an („The rest is silence.“) und im weitesten Sinn das Vorurteil, dass neue Musik nur Lärm sei („noise“). Doch indem wir „das 20. Jahrhundert hören“, so der Untertitel des Buchs, erleben wir auch die Geschichte neu: die großen Persönlichkeiten, die schicksalhaften Veränderungen, die utopischen Träume von 1900 bis in die Gegenwart. Alex Ross führt uns ins Wien der Vorkriegszeit, ins Paris der 1920er Jahre, in Hitlers Deutschland und Stalins Russland. Wir entdecken die New Yorker City in den 1960ern und 1970ern und die futuristische Globalisierung vor der Jahrtausendwende. Das Resultat ist die Geschichte eines Jahrhunderts, erzählt von seiner Musik.

Die Ruhrtriennale wird ein halbes Jahr lang außerhalb der Festivalzeit Station machen in sechs Theatern der Region: im Schauspiel Dortmund, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum, Schlosstheater Moers, Theater an der Ruhr sowie im Theater Oberhausen. Die erste Zusammenarbeit der sechs Ruhrgebiets-Theater seit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist gleichzeitig die erste Kooperation in dieser Form mit der Ruhrtriennale, unterstützt durch die Bochumer Symphoniker. Johan Simons erarbeitet mit seinem Dramaturgenteam sechs neue Etappen seiner erfolgreichen „The Rest is Noise“-Lesereihe, die ihren Anfang bei den Münchner Kammerspielen nahm. Im Ruhrgebiet findet „The Rest is Noise“ von November 2015 bis April 2016 einmal im Monat donnerstags in einem der beteiligten Theater statt. Es lesen die jeweiligen Schauspielensembles, musikalisch begleitet von Mitgliedern der Bochumer Symphoniker und dem Musiker Carl Oesterhelt. Regie führt der Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons.

Eine literarisch-musikalische Etappenreise. Durchs Ruhrgebiet, durch die Welt und durch die Musik des 20. Jahrhunderts.

Alex Ross © David Michalek

Besetzung/ Mitwirkende

Piano - Sachiko Hara
Mit dem - Ensemble des Schlosstheater Moers
Bochumer Symphoniker
Dramaturgie - Dorothea Neweling, Annika Stadler
Mit - Magdalene Artelt, Patrick Dollas, Matthias Heße, Eckard Koltermann, Marissa Möller, Frank Wickermann

Die Leseabende der Münchner Kammerspiele basierten auf Lesefassungen von Matthias Günther, Julia Lochte, Tobias Staab, Koen Tachelet und Jeroen Versteele.