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Julian Röder

DaS rHeINGoLD

Richard Wagner, Mika Vainio
Teodor Currentzis, Johan Simons

Julian Röder

Musiktheater/Neuinszenierung

ACHTUNG: ZUSÄTZLICHES KONZERT VON MUSICAETERNA UND TEODOR CURRENTZIS

In „Das Rheingold” scheint Richard Wagner die Geschichte des Ruhrgebiets zu erzählen: Eine Geschichte über Industrialisierung, Arbeit unter Tage, Kapitalismus und seine ökologischen, sozialen und psychologischen Folgen. Der Zwerg Alberich raubt das Gold der Rheintöchter und schmiedet daraus in den Minen von Nibelheim einen Ring. Als er der Liebe abschwört, schenkt ihm der Ring grenzenlose Macht über die Welt. Mit einer List eignet sich Wotan den Ring an, um die Riesen bezahlen zu können, die für ihn und die anderen Götter die Burg Walhall gebaut haben. Aber Alberich verflucht den Ring.

„Das Rheingold“ spiegelt die links-revolutionären Auffassungen, denen der junge Wagner um 1848 anhing. Er glaubte, dass die Kunst die Menschen durch die Schaffung von Mythen zusammenbringen kann. Über die Verschmelzung verschiedener Kunstformen wollte Wagner ein „mythisches Erleben“ auslösen, eine innere Umformung des Menschen.

Wie können wir die revolutionäre Kraft von Wagners vielleicht radikalster und theatralischster Partitur wieder spürbar machen? Was können wir heute mit seiner antikapitalistischen Botschaft und mit seiner Idee des „mythischen Erlebens“ anfangen? Diese Fragen stellen sich der Regisseur Johan Simons und Teodor Currentzis, einer der eigenwilligsten Dirigenten unserer Zeit, in ihrer Version von „Das Rheingold“ – einer Kreation an der Grenze zwischen Oper, Theater, Installation und Ritual. Zusammen mit Mika Vainio, einst die eine Hälfte des experimentellen finnischen Techno-Duos Pan Sonic, schaffen sie in der Jahrhunderthalle Bochum (die gleichzeitig Walhall und Nibelheim sein kann) einen musikalischen Reflexionsraum, in dem Wagners Partitur aufgebrochen wird. Currentzis bringt für sein Wagner-Debüt sein dynamisches Orchester MusicAeterna aus Perm mit und dirigiert eine neue Sängerriege, die von dem jungen, imposanten finnischen Bass Mika Kares als Wotan angeführt wird.

Besetzung/ Mitwirkende

Wotan - Mika Kares
Donner - Andrew Lee Foster-Williams
Froh - Rolf Romei
Loge - Peter Bronder
Alberich - Leigh Melrose
Mime - Elmar Gilbertsson
Fasolt - Frank van Hove
Fafner - Peter Lobert
Fricka - Maria Riccarda Wesseling
Freia - Agneta Eichenholz
Erda - Jane Henschel
Woglinde - Anna Patalong
Wellgunde - Dorottya Láng
Floßhilde - Jurgita Adamonytė
Sintolt, der Hegeling, Diener - Stefan Hunstein
MusicAeterna