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Filme

Arbeit Heimat Opel

Im Dezember 2014 ist die Autoproduktion bei Opel in Bochum endgültig eingestellt worden. Der Dokumentarfilm „Arbeit Heimat Opel“ porträtiert sechs Jugendliche, die 2009 ihre Ausbildung zum Industriemechaniker im Bochumer Opel-Werk beginnen. Während sie mit einem neuen Lebensabschnitt, dem Start ins Berufsleben, umgehen müssen, gerät Opel immer tiefer in den Strudel der internationalen Finanzkrise und damit unter wirtschaftlichen Druck.

Die Filmemacher Michael Loeken und Ulrike Franke begleiten Jerome, André, Sinan, Tim, Marius und Marcel mit ihren Hoffnungen und Ängsten durch die Zeit des Umbruchs. Sie stehen am Anfang eines Arbeitslebens, dessen Zukunft bereits ungewiss ist. Dabei kontrastiert „Arbeit Heimat Opel“ den Alltag der Auszubildenden im Werk II mit den Geschicken von General Motors und Opel auf der Weltbühne. Trotz ihrer räumlichen als auch medialen Distanz berühren und überschneiden sich die beiden Ebenen immer wieder und verknüpfen globale Weichenstellungen und lokale Lebensentwürfe – und umgekehrt.

Die Filmemacher Michael Loeken und Ulrike Franke beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Ruhrgebiet, der Landschaft und den Menschen. In „Losers and Winners“ zeigten sie, wie 400 chinesische Arbeiter im Ruhrgebiet die Kokerei Kaiserstuhl in Einzelteile zerlegten und in ihre Heimat verschifften. Für den Dokumentarfilm erhielten sie 2009 den Grimme Preis. – Ihr Film „Göttliche Lage“ über das Neubaugebiet am Dortmunder Phoenix See ist am Mittwoch, 23. September 2015 bei der Ruhrtriennale zu sehen.

Ein Werk verschwindet

Schrifzug über dem einstigen Opel-Werk in Bochum © Hofmann&Lindholm

Der Titel ist Programm: In bester Illusionisten-Manier präsentiert das Künstlerduo Hofmann&Lindholm ein Showformat, auf dessen erstaunlichem Höhepunkt das Opelwerk I in Bochum verschwindet. Mehr als 5.000.000 Kubikmeter umbauter Raum, mehr als 15.000 Tonnen Stahl sowie mehrere tausend Maschinen und Anlagen lösen sich von jetzt auf gleich in Nichts auf.

Der Film „Ein Werk verschwindet“ dokumentiert dieses einzigartige Ereignis. Das gesamte Kunstprojekt entstand 2014 im Rahmen des „Detroit Projektes“ von Schauspielhaus Bochum und Urbane Künste Ruhr. Der Film thematisiert nicht allein das Verschwinden eines Automobilwerks in Deutschland, er kann auch als Metapher unserer postindustriellen Gegenwart verstanden werden. Er erzählt von einem Verlust, der nicht nur kollektiv erlebt und hingenommen, sondern auch innerhalb eines bizarr anmutenden Festakts zugelassen und anerkannt wird. Auf Grundlage von Fakten wird eine Fiktion geschaffen, deren eigentliche Magie darin besteht, dass die Illusion durchlässig ist – für die Realität.

Trailer „Ein Werk verschwindet“